REtinopathia Pigmentosa

Die Retinopathia Pigmentosa (früher Retinitis Pigmentosa) ist eine seltene, erbliche Netzhauterkrankung, die einzeln oder als Teil komplexer genetischer Syndrome vorkommt. Sie fällt meist schon in der Jugend durch eine Verschlechterung des Dämmerungs-, Farb- und Kontrastsehens auf. Das Gesichtsfeld wird zunehmend konzentrisch eingeschränkt, so dass nach Jahren nur noch ein "Tunnelblick" möglich ist, der schließlich in die völlige Erblindung mündet. Der Verlauf der Retinopathia Pigmentosa ist abhängig vom meist monogenetischen Vererbungsmuster (dominant, rezessiv oder X-chromosomal) des betroffenen Individuums und kann sehr variabel sein. Bis heute gibt es keine Therapie, die das Fortschreiten der Retinopathia Pigmentosa verlangsamen oder gar stoppen kann.

Was kann die Low-level Laser Therapie tun?

Die Low-level Laser Therapie versucht den Verlauf der Retinopathia Pigmentosa zu verlangsamen und die drohende Erblindung so lange wie möglich hinauszuzögern. Je früher mit der Therapie begonnen wird, desto besser kann dies gelingen.

Die Retinopathia Pigmentosa ist eine degenerative Netzhauterkrankung. Die Photorezeptorzellen (hauptsächlich Stäbchen) sind durch den genetischen Defekt geschädigt, vor allem wenn beide Genkopien betroffen sind (rezessiver Erbgang) oder wenn die einzige Genkopie, die existiert, betroffen ist (X-chromosomaler Erbgang bei Männern). In der frühen Jugend können die Photorezeptorzellen dies noch kompensieren. Später sterben sie nach und nach ab. Dabei entsteht das typische Netzhaut-Bild mit Pigmenteinlagerungen und verengten Blutgefäßen.

Die Low-level Laser Therapie unterstützt die o.g. Kompensations- und Reparaturaufgaben im frühen Stadium der Retinopathia Pigmentosa. Sie regt die Mitochondrien, die "Kraftwerke" der Zellen, an, mehr energiereiche ATP-Moleküle mit dem Enzymsystem der "Atmungskette" zu produzieren. Dadurch wird nicht nur die Energieversorgung des Netzhautgewebes verbessert, sondern auch die Eiweiß- und DNA-Neusynthese auf Zellebene verstärkt.