Was ist low-level laser therapie?

Die Geschichte

Vor bald 50 Jahren fand Prof. E. Mester heraus, dass schwache Laser im Gegensatz zu starken Lasern die Wundheilung fördern. Er prägte den Begriff Low-Energy oder Low-level Laser Therapie (auch als Soft- bzw. Cold Laser Therapie oder Laser-Biostimulation bekannt). Die Energie der verwendeten Laser war so gering, dass keine Gewebeschädigungen, Schmerzen oder Nebenwirkungen auftraten. 

Die biologische Wirkung wurde später u.a. von T. Karu erforscht. Im Gegensatz zur Sonne geben Laser ihre Strahlung als kohärentes, polarisiertes Licht in koordinierten Paketen (Photonen) ab. Im Gewebe wird die Energie dieser Photonen sehr effizient auf Enzyme und Zellstrukturen, den Mitochondrien,  übertragen. Das regt die Zellatmung, d.h. die Umwandlung des Blutsauerstoffs in die lebenswichtige, biochemische ATP-Energie an. So steht mehr Energie für natürliche Reparaturprozesse, Zellwachstum und -Entgiftung zur Verfügung.

Anwendung am Auge

Schon in den frühen 80er Jahren nutzte der Augenarzt Dr. T. Ivandic die Low-level Laser Therapie als Ergänzung zur Schulmedizin. Er behandelte Erwachsene mit Amblyopie und wiederkehrende Hornhautentzündungen durch Herpesviren. Traumatische oder postoperative extra- und intraokulare Blutungen wurden mit Low-level Laser Therapie unerwartet schnell resorbiert. Die Low-level Laser Therapie konnte sogar den Augeninnendruck normalisieren. Patienten mit Makuladegeneration und Sehnerv-Erkrankungen, denen die Schulmedizin nicht mehr helfen konnte, erzielten teilweise eine deutliche Besserung ihres Sehvermögens.

Die Ergebnisse der Low-level Laser Therapie am Auge wurden als Fallserien (individuelle Heilversuche) in internationalen, wissenschaftlichen Zeitschriften sowie auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt.

 

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Rationale

Vier wichtige Gründe sprechen für die Low-level Laser Therapie am Auge:

  1. Auge und Gehirn haben den höchsten Sauerstoff- und Energiebedarf aller Organe.
  2. Die Zellen der Netzhaut und der Sehrinde haben viel mehr Mitochondrien als andere Gewebe.
  3. Schwaches Laserlicht mit infraroter Wellenlänge kann alle Abschnitte des Auges erreichen.
  4. Sauerstoffmangel und Störungen der Mitochondrienfunktion sind Ursache vieler degenerativer Netzhaut- und Sehnerv-Erkrankungen.

Vorteile

  • Einfach anwendbar:  alle Zielgewebe werden ohne direkten Kontakt des Lasergeräts mit dem Auge gut erreicht (hygienisch!).
  • Schmerz- und nebenwirkungsfrei:  die positive Wirkung kann nur mit sehr schwacher Laserstrahlung erzielt werden. In sachkundiger Hand ist diese unschädlich für das Auge.
  • Gut verträglich:  die unsichtbare infrarote Laserstrahlung, die verwendet wird, blendet den Patienten nicht.
  • Kombinierbar:  die Low-level Laser Therapie kann gut mit anderen Therapien kombiniert werden. Es gibt keine Gegenanzeigen.